Hui seit meinem letzten Post ist ja auch schon wieder so viel Zeit vergangen...
Aber ich muss gestehen, zurzeit muss ich wirklich all meine Zeit der Uni aufopfern. Recherchen und Seminararbeiten schreiben sich nun mal nicht von alleine. Doch da ich vor lauter Dyslexie- und Privacy-Texten langsam den Wald vor lauter Bäumen oder eher die Infos vor lauter Text nicht mehr sehe, dachte ich mir ich genehmige mir heute mal etwas Pause. Und die nutze ich um mal wieder etwas anderes zu schreiben, nämlich diesen Blogeintrag.
Diese Pause genehmige ich mir vor allem, weil ich gestern einen kleinen (oder vielleicht auch etwas größeren) Nervenzusammenbruch hatte. Ja ja.. wenig Schlaf und viel Stress können einen schon mal aus der Fassung bringen.
Eigentlich bin ich ein Mensch, der sich keinen Stress machen lässt. Selbst wenn in Gruppenarbeiten irgendjemand Panik verbreitet, bin ich die letzte die auf diesen Zug aufspringt. Irgendwie bekommt man schon immer alles hin. Und bisher habe ich auch immer alles den allgemeinen (und vor allem aber auch meinen) Erwartungen entsprechend fertig bekommen. Mit diesen "ich-lass-mir-keinen-Stress-machen" Schiene bin ich wie man sieht auch gut ins 6. Semester gekommen. Natürlich hat man immer mal ein paar schlechte Tage. Ich hatte auch mal eine Weile den Gedanken, alles hinzuschmeißen und was komplett anderes zu studieren. Aber das gibt sich alles wieder.
Doch gestern war definitiv nicht mein Tag. Ich muss bis zum 01.06.15 eine zehnseitige Seminararbeit abgeben. 10 Seiten Seminararbeit schreiben? Ach das ist doch gar nichts! Dachte ich jedenfalls, bis gestern. Immerhin war ich der Meinung schon ca. 6 Seiten geschrieben zu haben. Doch dann war ich in der Uni und fügte zum ersten Mal die Formatvorlage ein, die wir benutzen sollten. Ha! Nichts mit 6 Seiten. Schriftgröße 10! Da waren es 4 Seiten maximal! Und auf einmal kam in mir totale Verzweiflung hoch. Ich war der Meinung ich habe schon alles geschrieben, was mir jemals zu dem Thema einfallen könnte. Mehr wäre einfach nicht drin. Und dann war ich total entschlossen, das Seminar einfach hinzuschmeißen und nächstes Semester lieber irgendwas anders zu machen. Das würde meinen ganzen Plan durcheinander bringen, aber was soll's. Pure Verzweiflung!
Und deswegen kommen jetzt hier mal ein paar Tipps, die mir sehr geholfen haben.
Mit jemanden reden:
Ich habe erstmal meine Mutter angerufen und ihr mein Leid geklagt. Das Seminar und vor allem die doofe Formatvorlage total beschimpft. Das hilft erstmal um den ganzen Frust loszuwerden. Aber wirklich hilfreich ist das Ganze nur, wenn der andere die Situation auch nach empfinden kann. Ein paar verständnisvolle aufmunternde Worte tun dann doch echt gut.
Erstmal etwas anderes tun:
Ich bin dann erstmal zu Netto gefahren. Da gab es diese Woche Ben&Jerry's im Angebot. Natürlich war schon alles alle, da es schon Donnerstag war. Also bin ich zum nächsten Netto gefahren. Das gleiche Problem. Dann bin ich erstmal schmollend Nachhause gefahren. Hab nur noch mehr auf den blöden Tag geschimpft und mich erstmal eine Weile vor den Fernseher gesetzt. Schlussendlich bin ich dann doch noch zu einem dritten Netto gefahren (wie ich es allein deswegen liebe in einer Großstadt zu leben) und habe dort doch noch das letzte Eis bekommen!
Abends habe ich dann nochmal über meine Seminararbeit drüber geschaut. Da hatte ich dann einfach wieder einen freieren Kopf und habe alles etwas entspannter gesehen.
Jemanden die Arbeit lesen lassen:
Meine Mutter hat mir angeboten erstmal zu lesen, was ich geschrieben habe. Das war wirklich gut. Sie hatte noch ein paar Ideen und Ansätze, die mir wirklich geholfen haben. Ich hatte also doch noch nicht alles geschrieben, was es zu dem Thema zu sagen gibt. Und schon hatte ich eine ganze Seite mehr!
Mehrere kurze Sätze statt einem langen Satz:
Ich neige dazu, immer sehr viele verschachtelte Sätze zu schreiben. Die sind dann sehr lang und total unverständlich. Aber wenn man viele kurze Sätze daraus macht, ist nicht nur das Verständnis einfacher. Man schreibt auch gleich viel mehr. Außerdem fasse ich mich allgemein sehr kurz. Dagegen hilft es wenn man einfach immer etwas mehr "um den heißen Brei herum" redet.
Beispiele, Beispiele, Beispiele:
Wie gesagt, ich fasse mich immer sehr kurz. Und da haben dann Beispiele nichts verloren. Ich denke immer, ach das versteht schon jeder. Das ist aber totaler Blödsinn. Beispiele helfen nicht nur den beschriebenen Sachverhalt anderen (also den Lesern) verständlicher zu machen. Nein, sie zeugen auch davon, dass man selbst verstanden hat, was man da grade erklärt! Win-Win sozusagen.
Genug schlafen:
Tja.. und das war wohl das Hauptproblem. Die Ursache der ganzen Panik. Wenn man nicht genug schläft, nimmt man alles einfach anders wahr als es ist. Und da wirken fünf Seiten schreiben gleich mal wie das größte Hindernis der Welt. Dabei habe ich schon viel schwierige Dinge hinbekommen. Beispielsweise 15 Seiten schreiben! Hahaha, ne nur ein kleiner Spaß. Aber ich habe unter anderem schon ein Lernspiel programmiert, Webseiten erstellt und andere viele tolle Dinge, bei denen ich vor dem Studium nicht mal gedacht hätte, dass ich sowas überhaupt hinbekomme.
Diese Tipps sind nicht ultimativ. Das ist einfach das, was mir gestern geholfen hat. Am wichtigsten ist es immer positiv zu bleiben. Stress ist meistens eher kontraproduktiv. Deswegen vermeide ich sonst auch jeglichen Umgang mit ihm. Pausen sind einfach auch mal sehr wichtig um wieder runter zu kommen und die Welt mal wieder in einem etwas realistischeren Bild zu sehen.
Freitag, 22. Mai 2015
Freitag, 8. Mai 2015
Shigatsu wa Kimi no Uso
Ich entdecke immer mal meine Leidenschaft fürs Klavier spielen (oder in meinem Fall eher Keyboard spielen) und klassische Musik wieder. Meistens verfliegt das dann auch wieder und ist nur phasenweise vorhanden. Doch irgendwie ist sie immer da und leicht zu entfachen. Aber grade deswegen hat mich der Anime "四月は君の嘘" [Shigatsu wa Kimi no Uso] oder auch "Your lie in April" vielleicht auch so sehr begeistert.
Arima Kosei war als Kind weit bekannt als Genie am Klavier und hat jeden Talentwettbewerb gewonnen. Doch als seine Mutter starb, brach seine ganze Welt zusammen. Einerseits weil die beiden nur zu zweit waren und nun ganz alleine da stand und andererseits weil sie seine Klavierlehrerin war. Das Klavier wurde Arima ganz fremd und er hörte auf zu spielen. Die Geschichte setzt ca. zwei Jahre später ein. An dem Tag als er auf Miyazono Kaori trifft. Denn von da an ändert sich alles.
Der Anime hat 22 Folgen und stammt von A-1 Pictures, wie die meisten meiner liebsten Animes. Ich finde diese Anzahl an Folgen irgendwie perfekt. Es ist nicht zu lang, sodass man irgendwie die Lust verliert. Aber es ist auch nicht zu kurz, um eine schöne Handlung mit gutem Spannungsbogen aufzubauen. Vom Stil her ist A-1 Pictures sich treu geblieben und hat meiner Meinung nach hier mal wieder eine echte Perle unter den Animes produziert.
Ich versuche jetzt mal meine Meinung zu formulieren, ohne jemanden groß zu spoilern, der das lesen sollte und den Anime nicht kennt.
Ich war von der ersten Folge an mit dabei. Klassische Musik, heimliche Liebe, ein blondes Mädchen und Kirschblütenbäume in der ersten Folge. Doch was ich mich von Anfang an gefragt habe: Warum heißt dieser Anime denn eigentlich so? Und diese Frage hat mich einerseits beschäftigt, weil ich wirklich keinen Grund für den Titel sah. Andererseits aber auch weil es der erste Anime war bei den ich den japanisch Titel sofort verstanden hatte und übersetzten konnte. Und da wollte ich natürlich auch wissen wieso der so heißt! Aber das sollte mir erst Mal vorbehalten bleiben.
Während der 22 Folgen hatte ich glaube so gut wie jegliche Emotionen dabei, die sein müssen. Trauer, Freude, Spaß, Mitgefühl und dieses Gefühl, wenn man einfach nur total in einen Anime versunken ist und jede Sekunde förmlich aufsaugt. Kennt das jemand?
Bis zur letzten Folge habe ich mir überlegt wie mein perfektes Ende aussehen würde. Dazu sollte man folgendes wissen: Ich bin nie zufrieden mit dem Ende von Animes. Also wirklich nie.. und das bei keinem Anime. Ich fand immer irgendwas doof und mein perfektes Ende in meinem Kopf wäre viel schöner geworden. Oder ich bin der Meinung es gäbe kein qualitativ gutes Ende und bin deswegen sowieso unzufrieden. ABER dann kamen Arima und Kaori. Ich habe geheult. Ich habe Rotz und Wasser geheult! Vor Freude und aus Trauer gleichzeitig. Geht das überhaupt? Scheinbar schon.. denn die letzte Folge von Shigatsu wa Kimi no Uso hat es geschafft. Und nachdem das Outro vorbei war wusste ich es: Das war das perfekte Ende! Ich habe mir selbst kein perfektes Ende vorstellen können. Und dachte deswegen, die letzte Folge wird mich einfach nur enttäuschen. Aber es kam das genaue Gegenteil. Einfach nur perfekt!
Der Anime ist wirklich nur sehr zu empfehlen. Jeder der klassische Musik, typische chaotische Liebesgeschichten und aber auch etwas traurige Geschichten mag sollte den sich auf jeden Fall mal anschauen.
Ich habe sehr lange gebraucht um diesen Post zu schreiben, denn ich habe die letzte Folge schon vor knapp einem Monat geschaut. Aber ich wollte unbedingt nochmal etwas dazu schreiben, weil ich den Anime wirklich so unglaublich toll fand. Es kam vorher nur leider die Uni dazwischen.
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